„Das Alte auf neue Weise tun, das ist Innovation.“ Schumpeter und seine Theorie der schöpferischen Zerstörung sind heute aktueller denn je. Der Ökonom sah in der stetigen Neukombination bestehender Produktionsfaktoren die treibende Kraft für Wandel. Seit Schumpeters Zeiten haben sich die Zyklen für Wandel dramatisch verkürzt. Sein Nachfolger Clayton Christensen spricht 80 Jahre später von disruptiven Innovationen, mit denen die Treiber die Spielregeln am Markt grundlegend neu definieren.
Die Weiterentwicklung des Internets und die neuen Möglichkeiten des Web 4.0 machen es immer leichter, etablierte Geschäftsmodelle anzugreifen. Die meisten Start-Ups kommen mittlerweile aus dem Bereich Internet und Kommunikationstechnik. Zur Absicherung des technischen Vorsprungs internetbasierter Technologien braucht es in vielen Fällen noch nicht mal ein Patent. Bereits mit wenig Kapital, aber vielen guten Ideen können erfolgreiche Geschäftsmodelle entwickelt und umgesetzt werden.
Die Fähigkeit, sich immer wieder neu auszurichten und neuen Marktanforderungen anzupassen, wird zum Erfolgsfaktor für etablierte Unternehmen. Häufig deuten Signale aus der Unternehmensumwelt frühzeitig an, wenn Veränderungen am bestehenden Geschäftsmodell nötig werden. Dazu gehören neue Spieler in der Branche genauso wie neue Gesetzesregelungen und technologische Erneuerungen, die letztendlich zu veränderten Kundenbedürfnissen führen.